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In Kürze ist das Mannheimer Kulturtragfestival ein Unterstützungsangebot und Förderprogramm für die regionale Veranstalter:innen- und Künstler:innenszene im zweiten Coronasommer. Es wird getragen vom Kulturtragflächen e.V. und unterstützt durch die Stadt Mannheim, das Kulturamt, die Kulturstiftung des Bundes und die Mannheimer Bürgerstiftung.

Um die ganze Geschichte zu erzählen, müssen wir auf den Juni 2020 zurückblicken, als sich die Kulturschaffenden Mannheims mit weiteren kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürgern zu einer Demonstration zusammen fanden, um auf die missliche Lage der Branche in der Pandemie aufmerksam zu machen. Es entstand das Bündnis Kulturschaffender Mannheims – kurz BKM – das fortan gemeinsam mit Mannheims Nachtbürgermeister, dem Kulturamt und einer fraktionsübergreifenden Delegation des Gemeinderates an einem „Runden Tisch“ Bedarfe der Szene diskutierte.

In dieser Konstellation erwuchs die Vision einer großflächigen kulturellen Bespielung des öffentlichen Raumes. Eine pandemiekonforme Infrastruktur sollte seitens der Stadt zur Verfügung gestellt werden, um all jenen Mannheimer Kulturakteuren einen sicheren Rahmen zu geben, die derzeit eigene Räumlichkeiten nicht oder nur unter stark erschwerten Bedingungen nutzen können. Zugleich sollte den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ein möglichst unbeschwerter Zugang zu Kultur ermöglicht werden, um den Strapazen dieser Tage einen positiv besetzten Erlebnisraum gegenüberzustellen.

In einem umfangreichen und zeitintensiven Abstimmungsprozess mit der Stadt wurden bisher zahlreiche Freiflächen im öffentlichen Raum zusammengetragen und auf ihre Eignung als Kulturspielstätte hin geprüft. Dabei wurden die Bedarfe der Kulturszene sorgfältig mit Aspekten wie öffentliche Sicherheit, Lärmschutz und Artenschutz abgeglichen.

Das Ergebnis ist eine große Veranstaltungsfläche mit einer Besucherkapazität von vorerst 250 Personen von Juli bis Anfang Oktober mit einer Bühne und der technischen wie personellen Infrastruktur für die unterschiedlichsten kulturellen Veranstaltungen ausgestattet sein wird. An vier zusätzlichen Orten – den sogenannten Pop-Up-Flächen – ist jeweils eine temporäre Nutzung mit einer kleineren, mobilen Infrastruktur vorgesehen. Darüber hinaus soll ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für diese Flächen die Hemmschwelle für unabhängige Veranstalter senken, den öffentlichen Raum kulturell zu beleben.

Das BKM erarbeitete – in ehrenamtlicher Initiative – ein detailliertes Konzept zur Bespielung jener Flächen. Kern des Kulturprogramms „Mannheimer Kulturtragfestival“ bilden Veranstaltungen, die von dem durch das BKM gegründeten Verein Kulturtragflächen e.V. durchgeführt und von einer Vielzahl unterschiedlichster Initiativen, Netzwerke und Bündnisse der freien Kulturszene Mannheims gestaltet werden. Die Bandbreite soll von Musik, Lesungen, Theater und Tanz über Sprechkunst, Kabarett, Kinderprogramm und Diskussions-Veranstaltungen reichen und wird von der Stadt und über einen Antrag an die Kulturstiftung des Bundes finanziell gefördert. Neben zahlreichen ehrenamtlichen Akteuren werden vor allem professionelle KünstlerInnen, für die die pandemischen Einschränkungen eine existentielle Herausforderung darstellen, auf der Bühne zu sehen sein. Ergänzt wird dieses Programm durch Angebote kommerzieller Veranstalter, so dass die kulturelle Vielfalt der Stadt in bestmöglicher Weise sichtbar gemacht werden kann.

 

 

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